Radix Kitecenter · F-ONE Foil-Guide
Finde dein Foil
Dein Setup hängt von deinem Können, deinem Gewicht, den Bedingungen und deinem Einsatzgebiet ab. Dieser Leitfaden hilft dir, das passende F-ONE Foil zu finden.
- Aspect Ratio
- Frontflügel
- Stabilizer, Fuselage & Mast
Aspect Ratio – dein erster Anhaltspunkt
Das Längen-Breiten-Verhältnis (Aspect Ratio, AR) ist der Schlüssel dazu, wie F-ONE seine Foils konstruiert – und dein erster Anhaltspunkt bei der Wahl des Frontflügels. Die AR beschreibt das Verhältnis zwischen Fläche und Spannweite.
- Niedrige bis mittlere AR: etwas dicker und runder, stabil, dreht leicht, viel Auftrieb – du hebst schon bei wenig Speed oder Wind ab.
- Hohe AR: dünner und länger, weniger Widerstand im Wasser, sehr effizient – viel Gleitleistung und Speed.
Je höher die AR, desto mehr Leistung für Erfahrene und desto weiter fliegt das Foil. Dafür braucht es mehr Mindestgeschwindigkeit, bis es gleitet und Auftrieb entwickelt. Und: Bei gleicher Fläche fährt ein Foil mit höherer AR einen grösseren Kurvenradius.
Vier AR-Stufen, vier Einsatzgebiete
AR 5.0 – Der Einstieg
Die zugänglichste Variante. Empfohlen, wenn du mit dem Foilen beginnst und schnell Fortschritte machen willst.
AR 6.0 – Der Allrounder
Am vielseitigsten und leistungsfähigsten: Die mittlere Spannweite bringt gute Manövrierfähigkeit beim Surfen und leichtes Pumpen.
AR 7.0 – Mehr Speed
Höhere Endgeschwindigkeit und längeres Gleiten. Die zusätzliche Spannweite kostet aber etwas Wendigkeit.
AR 9.0+ – Für Erfahrene
Unglaubliche Gleiteigenschaften, sobald du genug Speed hast – und gute Manövrierbarkeit bei einer Fläche unter 1000 cm².
Das F-ONE Foil-Sortiment
Für jede AR-Stufe hat F-ONE das passende Foil. Wähle oben, ob du mit dem Wing oder am Kite foilst.
Gravity
Das perfekte Foil, um beim Lernen schnell Fortschritte zu machen.
- Leicht zugänglich und einfach zu handhaben
- Viel Auftrieb und Stabilität
- In Carbon und FCT erhältlich
Phantom
Der vielseitige Alleskönner, wenn du schon Foil-Erfahrung hast und mehr Leistung und Gleiten suchst. Gehört in jeden Köcher.
- Leistung und Manövrierbarkeit beim Surfen
- Effizientes Pumpen
- Perfekt für Freestyle-Wingsessions
- In Carbon und FCT erhältlich
Phantom-S
Dünneres Profil als das Phantom für mehr Speed, Beschleunigung und Carving – wie gemacht für Surfer.
- Fläche unter 1000 cm²
- Top Handling und Manövrierfähigkeit
- Perfekt für Freestyle-Wingsessions
Seven Seas
Für mehr Gleiten, noch mehr Speed und viel Aufwindpotenzial.
- Surfen in der Dünung
- Downwind auf kleinen Abschnitten oder bei leichtem Wind
- Minimaler Widerstand entlastet deine Arme beim Wingen
Eagle
Lässt dich unglaublich weit und schnell foilen – scheinbar endloses Gleiten im Freiflug oder Downwind.
- Dünnes Profil, minimaler Widerstand
- Stabil, mit beeindruckender Kontrolle
- Zusätzliche Lage High-Modulus-Carbon
Escape
Ausgerichtet auf High-Performance-Kiting und Speed.
- Für Erfahrene auch in grossen Wellen
- Zusätzliche Lage High-Modulus-Carbon
Mirage
Das vielseitige Foil für Freeride und Carving.
- Vielseitig einsetzbar
- Hervorragend zum Freeriden und Carven
IC6 950 V.3
Rundet die Kite-Range ab: intuitiv, berechenbar und sehr benutzerfreundlich.
- Injected Carbon: robust und langlebig
So stellst du dein Setup zusammen
Schritt 1
Frontflügel
Starte mit der Aspect Ratio: niedrig bis mittel für Stabilität und Auftrieb, hoch für Gleiten und Speed. Passend dazu wählst du die Fläche – je nach Können, Gewicht und Bedingungen.
Schritt 2
Stabilizer
Der Stab ist genauso wichtig wie der Frontflügel: Ein anderer Stab am gleichen Flügel verändert Fahrgefühl und Performance deutlich. Für den Einstieg eignen sich C275 oder R275 (AR 5.3) – etwas langsamer, aber stabiler –, danach die C250-Reihe (AR 6.1). Der DW210 (AR 8.8) mit seinem sehr dünnen Profil ist für Speed und Downwind gemacht, der IC6 300 fürs Kite-Foiling bringt mit grossen Winglets extra Stabilität auf der Gierachse.
Schritt 3
Fuselage
Auch die Länge des Rumpfs verändert deine Fahrt. Sie hilft beim Wechsel von einem Frontflügel zum nächsten: Vom Phantom auf den Seven Seas verlierst du etwas Wendigkeit – mit einem kürzeren Rumpf wie dem Carbon XXXS holst du sie zurück. Ein kürzerer Rumpf verlangt beim Pumpen allerdings etwas mehr Kraft und ein schnelleres Tempo.
Schritt 4
Mast
Der Mast verbindet Frontflügel, Fuselage und Stabilizer mit dem Board. Mit einem kürzeren Mast lernst du einfacher: Stürze sind weniger hart, du fühlst dich stabiler, und er ist ideal für flaches Wasser. Ein langer Mast bietet mehr Hebel, ist perfekt bei kabbeligen Bedingungen und lässt dich in der Welle aggressiver anwinkeln, ohne dass das Foil aus dem Wasser bricht.
Was gehört in Raphaël Salles’ Quiver?
F-ONE-Gründer Raphaël Salles rät, dein Equipment nach Können, Bedingungen, Gewicht und Fahrstil zusammenzustellen. Er selbst hat immer drei Foils dabei:
- Seven Seas 1200 bei leichtem Wind – grosse Fläche, dünnes Profil, hält gut die Geschwindigkeit.
- Phantom 1080 oder Phantom-S 940 als Alleskönner für praktisch alle Bedingungen.
- Eagle 990, wenn die Bedingungen ideal sind, um richtig Speed zu machen und endlos zu gleiten.
Gut zu wissen: Bauweisen
Woraus sind die F-ONE Carbon-Foils gebaut?
Alle F-ONE Carbon-Hydrofoils werden aus Pre-Preg hergestellt – das macht sie sehr stark und steif. Einige Modelle wie Eagle oder Escape haben zusätzlich eine Lage High-Modulus-Carbon (HM) für noch mehr Biege- und Torsionssteifigkeit, mit genug Komfort für jede Art von Session.
Was ist FCT?
FCT steht für Foil Compression Technology: Glasfaser um einen hochdichten Schaumkern, überzogen mit einer dünnen, starken Shieldskin. Die Bauweise hält hohe Belastungen und Biegekräfte gut aus. Gravity und Phantom gibt es in Carbon und in FCT.
Spüre ich den Unterschied zwischen Carbon und FCT?
Kaum. Beide haben die gleiche Form und sehr ähnliche Gleiteigenschaften. FCT-Foils haben etwas mehr Flex, das Leistungspotenzial auf dem Wasser ist aber sehr ähnlich.
Was bedeutet Injected Carbon?
Das IC6 950 V.3 besteht aus eingespritztem, mit Carbonfasern verstärktem Polymer. Das macht es besonders widerstandsfähig und langlebig.
Welche Mast-Bauweisen gibt es?
Drei: Carbon (Pre-Preg und High Modulus), FCT und Injected Carbon.
Passt jeder Stabilizer zu jedem Frontflügel?
Nein. Probier ruhig verschiedene Stabs aus, um Speed, Gleiten, Kurvenradius oder Stabilität anzupassen – aber nicht jeder Stab passt zu jedem Frontflügel, und er sollte zu deinem Niveau und deinen Zielen passen.
Noch unsicher, welches Foil passt?
Wir stellen dein Foil-Setup mit dir zusammen – im Kitecenter in Burgdorf oder am Telefon unter 034 424 06 16.
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